Ausflugsziele im Schwarzwald

Im Schwarzwald befinden sich zahlreiche für den Tourismus bedeutsame Seen. Der Titisee im Süd-Schwarzwald gilt als größter Natursee der deutschen Mittelgebirge. Das zwei Kilometer lange, von Wäldern umgebene Gewässer verdankt seine Entstehung dem Feldberggletscher. Am Titisee ist Boots- und Badetourismus möglich. Der 7,5 Kilometer lange Schluchsee wurde im Jahre 1929 zum größten Gewässer des Schwarzwaldes aufgestaut. Am Fuße des Feldberges erstreckt sich der Feldsee, welcher auch Feldbergsee genannt wird. Das Ufer des Feldsees wird von bis zu 300 Meter hohen Steilwänden gesäumt und ist von einem unter Naturschutz stehenden Bannwald umgeben. Am Feldbergsee herrscht Badeverbot. Es bestehen Möglichkeiten für Wanderungen und Radtouren.

Der Bodensee zählt zu den schönsten Ferienlandschaften Deutschlands und lässt sich vom Süd-Schwarzwald auf kurzen Wegen erreichen. Reizvoll zwischen Ober- und Untersee gelegen befindet sich Konstanz, die größte Stadt am Bodensee. Die malerische Altstadt, gemütliche Weinstuben und das viel besuchte Sea Life Centre sind Garanten für einen abwechslungsreichen Aufenthalt. Ganzjährig zum Erlebnis wird ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau. Hoch über dem Bodensee erhebt sich die für ihre reiche barocke Ausstattung bekannte Wallfahrtskirche Birnau. Vom Leben in der Steinzeit künden die Pfahlbauten in Unteruhldingen. Romantiker besuchen das Städtchen Meersburg. Technikinteressierte erhalten in Friedrichshafen einen spannenden Einblick in die Geschichte der Luftschifffahrt.

Der Schwarzwald wird überragt vom 1 493 Meter hohen Gipfel des Feldberges. Der höchste Berg aller deutschen Mittelgebirgslandschaften befindet sich unweit der Ferienorte Todtnau und Hinterzarten. Auf dem Gipfel des Feldberges befindet sich seit 1937 eine Wetterstation. Im selben Jahr wurde das Areal zum Naturschutzgebiet erklärt und gilt als ältester geschützter Naturraum Baden-Württembergs. Skifahren lernen in Seefeld? Auf dem Feldberg befindet sich die Wiege des Skisportes in Deutschland. Bereits 1863 hielt der Tourismus Einzug und das Gasthaus “Feldberger Hof” wurde eröffnet. Besucher können sich in einer Dauerausstellung im “Haus der Natur” über den Feldberg informieren. Wanderer erreichen den Feldberg über einen alpinen Pfad oder den Felsenweg. Im Winter gelten die Pisten und die Köpfleloipe als Anziehungspunkte. Der Kandel genießt als aussichtsreicher Hausberg von Waldkirch Bedeutung und ist durch die Schwarzwald-Panoramastraße erschlossen. Der Aussichtsberg im Mittleren Schwarzwald ist ein beliebtes Ziel von Wanderern und verfügt über mehrere bewirtschaftete Hütten. Die kurvenreiche Straßenverbindung zum Kandel wird von Radlern und Motorradurlaubern geschätzt und kann auch von Busunternehmen befahren werden. Der Große Kandelfelsen gilt als Domizil der Kletterer und ist ebenfalls gut In der kalten Jahreszeit führen drei Lifte in das Skigebiet am Kandel. Von der mattenbedeckten Gipfelkuppe reicht die Sicht bis zu den Schweizer Alpen. Vor den Toren Freiburgs erhebt sich der 1284 Meter hohe Schauinsland. Der Aussichtsberg wurde früher, aufgrund seiner Erschließung durch den Bergbau, “Erzkasten” genannt. Heute kann am Schauinsland das größte deutsche Silberbergwerk besucht werden, welches 800 Jahre Bergbaugeschichte im Schwarzwald erlebbar macht. Zum Schauinsland führt die längste Kabinen-Umlaufseilbahn Deutschlands, welche auf ihrer Strecke von 3,6 Kilometern einen Höhenunterschied von 750 Metern überwindet. Der Schauinslandturm bildet den Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderwege und gibt den Blick frei auf die Rheinebene, die Vogesen und den Gipfel des Mont Blanc.

Zahlreiche Museen gelten als Besuchermagneten im Schwarzwald. Als ältestes Freilichtmuseum in Baden Württemberg gilt das Museum Vogtsbauernhof in Gutach. Das Freilichtmuseum entstand auf einer Fläche von 5,5 Hektar Land und gleicht einem historischen Dorf, welches alle Typen von Schwarzwaldhäusern in sich vereint. Es handelt sich ausschließlich um Originalgebäude, welche detailgetreu ausgestattet wurden und einen realistischen Einblick in die Lebens- und Wohnsituation der Schwarzwaldbauern in den vergangenen vier Jahrhunderten liefern. Den Grundstock der 1963 gegründeten Ausstellung bildete der Anfang des 17. Jahrhunderts erbaute Vogtsbauernhof. Auf dem Areal befinden sich, neben vielfältigen Bauernhöfen, Mühlen, Speicher, Backhäuser und eine Hofkapelle. Schaufelder, Bauernhoftiere und ein Heilkräutergarten beleben die Ausstellung. Täglich finden Schauvorführungen und Aktionen für Kinder statt. Das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof hat zwischen Ende März und Anfang November zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen sieben Euro Eintritt. Ein Ticket für Kinder kostet vier Euro. Umfassend über die Geschichte und Kultur des Schwarzwaldes informiert werden Besucher im Schwarzwaldmuseum in Triberg. Die Ausstellung befindet sich im Zentrum des heilklimatischen Kurortes und verfügt über 1600 Quadratmeter Fläche. Die Sammlung umfasst 20 Abteilungen und spannt einen Bogen von der Bergbautradition des Schwarzwaldes, über die für die Region typischen Trachten und Bollerhüte, bis hin zu den technischen Errungenschaften der Saba-Rundfunkgeräte. Auch dem Wintersport, speziell den in Triberg im Jahre 1910 erstmals ausgetragenen Rodelmeisterschaften, sowie der bis ins 16. Jahrhundert zurückreichenden Fastnachtstradition sind eigene Abteilungen gewidmet. In ihrer Form einmalig ist die Sammlung von mehr als 100 Orchestrien, deren Musik die Museumsräume erfüllt. Das Schwarzwaldmuseum hat täglich zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen fünf Euro Eintritt, Kinder die Hälfte. Mit der weltgrößten Kuckucksuhr erwartet Besucher in Schonach eine der außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten des Schwarzwaldes. Uhrmacher Josef Dold schuf die sich im Inneren eines typischen Schwarzwaldhäuschens verbergende Konstruktion in zweijähriger Bauzeit. Seit mehr als 20 Jahren erfreuen sich Besucher an der im Maßstab 1:50 entstandenen riesigen Kuckucksuhr. Urlauber betreten das 6,50 Meter hohe Häuschen und bestaunen das 3,60 Meter lange und 3,10 Meter hohe Uhrwerk. Ein 80 cm langer Kuckuck begrüßt lautstark die Besucher. Familie Dold beantwortet gerne die Fragen der Gäste und gewährt Einblicke in ihre Uhrmacherwerkstatt. Die größte Kuckucksuhr der Welt öffnet täglich zwischen 9 und 12, sowie zwischen 13 und 18 Uhr ihre Pforten. Erwachsene zahlen 1,20 Euro, Kinder 0,60 Cent Eintritt.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten gestalten einen Besuch im Schwarzwald abwechslungsreich. Der Triberger Wasserfall zählt zu den höchsten und bekanntesten in Deutschland. Der Fluss Gutach stürzt in mehreren Kaskaden auf einer Gesamthöhe von 162 Metern in den Talkessel des Städtchens im Mittleren Schwarzwald. Die Wasserfälle gliedern sich in die oberen Fälle, einen steilen Sturzbach und die in sieben Stufen verlaufenden Hauptfälle. Bereits im Jahre 1805 wurden die Triberger Wasserfälle für den Tourismus erschlossen. Etwa 500 000 Touristen jährlich besuchen “Deutschlands schönstes Naturwunder”. Der Wasserfall ist auf asphaltierten und gut ausgebauten Wanderwegen passierbar und bis 22 Uhr beleuchtet. Auch in den Wintermonaten bietet der Triberger Wasserfall einen eindrucksvollen Anblick. Zu einer festen Größe im Eventkalender des Schwarzwaldes zählt das alljährlich in Hinterzarten veranstaltete Sommerskispringen. Der Wintersport besitzt in dem Höhenluftkurort im Hoch-Schwarzwald eine lange Geschichte. Die Kirchwaldschanze wurde als erste Sprunganlage im Jahre 1923 errichtet. Das Adler-Skistadion gilt seit 1982 als Schauplatz des Sommerskispringens. Auf der Adlerschanze können Sprünge von bis zu 115 Metern erreicht werden. Die Anlaufspur ist mit Keramik-Kacheln ausgestattet. Der Aufsprunghang ist mit Plastikmatten versehen, welche bewässert werden. Das Sommerskispringen wird an einem Wochenende im August ausgetragen und startet am Freitag mit Trainingsdurchgang und Qualifikation. Am Samstag folgt ein Teamwettbewerb. Beendet wird die Konkurrenz am Sonntag mit einem Einzelspringen. Karten für den Wettkampf sind für 15 Euro erhältlich. Zuschauer beim Trainingsdurchgang zahlen sieben Euro. Kinder bis 15 Jahre haben freien Eintritt. Seit dem Jahre 2009 stellt das Seenachtsfest am Titisee einen weiteren Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Schwarzwaldes dar. Die eintägige Veranstaltung findet im Hochsommer auf der Seestraße in Titisee statt. Partyzelte und Faltpavillons verwandeln den Straßenzug in eine bunte Partymeile. Verschiedene Bands bieten ein musikalisches Feuerwerk. Vereine und Institutionen der Region sorgen für die kulinarische Umrahmung. Seine weite Auflage erlebte das Seenachtsfest mit einer “Nacht in Weiß”. Die weiß gekleideten Besucher betraten eine weiß dekorierte Seestraße und wurden von Illusionskünstlern des Europa-Parks Rust willkommen geheißen. Den Höhepunkt bildete ein Feuerwerk über dem See. Für den Besuch des Seenachtsfestes wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 2,50 Euro verlangt. Die nächsten Veranstaltungen finden am 13. bis 15. Juli und 24. bis 26. August 2012 statt.

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